WELTPREMIERE
02. Oktober 2026
Gewerbepark Simson
Suhl, (Thüringen)
Takt deines Motors
Ein Theaterstück im
Weitere Vorstellungen
03./04./08./09./16./17.&18. Oktober — jeweils 18 Uhr
07. / 19. Oktober— jeweils 10:30 Uhr

Produziert und präsentiert von
In verschiedenen Phasen gefördert von

In Kooperation mit


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Das Projekt
Suhl, das Werk, die Mopeds—und die Menschen, die sie gebaut, gefahren und geliebt haben. Auf dem Gelände des ehemaligen VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerks „Ernst Thälmann“ (FAJAS) entsteht ein dokumentarisches Theaterstück auf Grundlage von über 100 Stunden Gesprächen mit mehr als 140 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen: ehemalige Arbeiterinnen und Arbeiter, die heutige Moped-Szene, Jugendliche. Erzählt wird die Geschichte des Werks von der Gründung durch die jüdische Industriellenfamilie Simson über die DDR-Produktion bis in die Gegenwart—eine Geschichte über Arbeit, Freiheit und ein Lebensgefühl, das millionenfach vom Band lief.
Die Inszenierung
Gespielt wird dort, wo Simson gebaut wurde: im Gewerbepark Simson in Suhl. Sechs professionelle Schauspielerinnen und Schauspieler treffen auf zwei Bürgerchöre aus der Region: den Zeitzeugenchor aus ehemaligen Werksangehörigen und den Chor der Simson Reiterinnen und Reiter aus der Moped-Szene und den Schulen von heute. Ein dokumentarischer Theaterabend zwischen Werkbank und erster Ausfahrt, zwischen ZweitaktKnattern und Altöl.
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Das Team
Mit: Ingrid Domann, Gerrit Neuhaus, Chenoa North-Harder, Karl Schaper, Irina Wrona, u.a.
Regie, Recherche, Text & Produktion: Janek Liebetruth
Text & Recherche: Aron Boks
Raumgestaltung & Bühnenbild: Hannes Hartmann
Kostümbild: Anna Weidemann
Leitung Vermittlung & Chor: Caroline Ader
Visuelle Kommunikation: Mariano Eckert
Produktionskoordination: Kristin Bock
Dokumentation: Tim Krchov
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Die Tickets
Regulärer Vorverkauf ab 27. Juli 2026 hier an dieser Stelle oder vor Ort (wo genau wird noch bekannt gegeben)
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Der Veranstaltungsort
Wir spielen dort, wo Simson gebaut wurde. Am unteren Ende des ehemaligen Werksgeländes steht ein heller, verputzter Bau, in dem einst das Hochregallager lag. Im Werk hieß er nur: UX. Der jüngste Bau an einem Ort, dessen Geschichte weit zurückreicht.
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Die Inszenierung
FREIHEIT:SIMSON macht aus Erinnerung Bühne. Kein Museum, kein Vortrag — sondern die Stimmen derer, die dabei waren, verdichtet zu Szenen. Was auf der Bühne gesprochen wird, stammt aus echten Gesprächen: aus über 100 Stunden Tonmaterial, aus Erinnerungsspaziergängen über das Werksgelände, aus Erzählcafés und Einzelinterviews.
Der Abend folgt dem Takt eines Zweitaktmotors. Sechs Phasen — Expansion, Vorkompression, Vorauslass, Überströmung, Resonanz, Transformation — geben dem Stück seinen Rhythmus: von der Gründerzeit über die volle Fahrt der DDR-Produktion bis zum Bruch von 1990 und dem, was bleibt. Drei Generationen kommen zu Wort. Menschen, die das Werk aufgebaut haben. Menschen, die zusahen, wie es stillstand. Und Menschen, die die Simson heute fahren, als wäre nie etwas gewesen.
Gespielt wird nicht in einem Theaterbau, sondern auf dem Gelände selbst — an dem Ort, an dem die Simson Mopeds gefeilt, geschweißt und gefeiert wurden. Die Vergangenheit hat hier keine Vitrine. Sie hat einen Boden, auf dem man steht.
Komm mit uns auf die 'Bühne'!
Parallel zur Entwicklung des Bühnentextes aus euren Geschichten werden wir mit den Mutigen und Interessierten unter euch im Juni zwei Bürgerchöre gründen — einen Zeitzeugenchor mit ehemaligen Arbeiter*innen des Werks und einen Jugendchor aus der aktiven Simson-Szene. Gesungen wird hier jedoch nicht. Chor meint in diesem Zusammenhang Sprechchor.
Beide stehen im Oktober 2026 dann gemeinsam mit sechs professionellen Schauspieler*innen auf der Bühne in einer der verbliebenen Werkhallen.
Interesse? Sag uns einfach beim ersten Kontakt Bescheid oder ruf uns an.
Die Menschen
Ingrid Domann
Schauspiel
(*1952 in Eutin) — die erfahrenste Stimme im Ensemble. Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien, danach jahrzehntelange Bühnenlaufbahn am Staatstheater Hannover, am Hessischen Staatstheater Wiesbaden und am Theater Basel, dazu Film und Fernsehen (u. a. ZDF-„Kudamm ’77”).
Foto: Steffi Henn
Gerrit Neuhaus
Schauspiel
(*1981 in Münster) — Studium an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, drei Jahre Ensemble am Deutschen Theater Göttingen, seit 2012 frei. Wie Schaper ein enger KI-Weggefährte: General Gerrit Gant in „Von Maschinen und Menschen”, Dr. Snaut in „Solaris” und mehrere Theaternatur-Produktionen (u. a. „Hexenjagd”, „Die Räuber”, „Der Besuch der alten Dame”) unter der Regie von Janek Liebetruth.
Foto: Paria Safary
Chenoa North-Harder
Schauspiel
(*2001 in Berlin, deutsch-amerikanisch) — die jüngste Stimme. Erste Bühnenerfahrung am Jungen Deutschen Theater Berlin, ab 2021 Schauspielstudium an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf; inzwischen Gast am Hans Otto Theater Potsdam und seit 2024 auch am DT Berlin, zuletzt in der Webserie „Boah, Bahn!” an der Seite von Anke Engelke.
Foto: Alexander Malecki
Karl Schaper
Schauspiel
(*1992 in Wernigerode) — aufgewachsen im Harzvorort Langeln, Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch” Berlin. Viel Fernsehen (Polizeiruf 110, mehrere SOKO-Reihen, Leander Haußmanns Stasikomödie). Darüber hinaus stand er schon bei Theaternatur in „Die Räuber” und „Hexenjagd” und im Konzerthaus Wernigerode auf der Bühne, unter der Regie von Janek Liebetruth.
Foto: Robin Kater
Irina Wrona
Schauspiel
(*1974 in Düsseldorf, deutsch-italienisch) — Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar Wien, über zwei Jahrzehnte Bühnenerfahrung in Deutschland, Österreich und der Schweiz, seit einigen Jahren auch in der Synchronbranche. Bekannt für tragikomische Charakterrollen.
Foto: Paul Zimmer
n.N.
Schauspiel
Infos folgen
Janek Liebetruth
Regie, Text & Produktion
Geboren 1980 in Wernigerode, aufgewachsen in Benneckenstein im Harz. Nach dem Studium in Potsdam und Berlin folgten Regiearbeiten u. a. am Schauspiel Stuttgart, am DNT Weimar und am Nordharzer Städtebundtheater; 2014 gründete er das Festival THEATERNATUR auf der Waldbühne Benneckenstein, 2021 das Kollektiv Künstlerische Intelligenz. Regisseur, Produzent und Festivalleiter aus dem Harz — seit 15 Jahren bringt er Geschichten auf die Bühne, die dorthin gehören.
Weitere Infos auf janekliebetruth.com
Aron Boks
Text & Recherche
Geboren 1997 in Wernigerode, Studium der Germanistik, Geschichte und Publizistik an der FU Berlin. Autor, Slam-Poet und Moderator, Gründungsmitglied des PEN Berlin, 2019 mit dem Klopstock-Förderpreis ausgezeichnet. Bücher u. a. „Nackt in die DDR" (2023), in dem er der DDR-Geschichte seiner eigenen Familie nachgeht, und zuletzt „Starkstromzeit" (2025). 2026 Stadtschreiber der Stadt Halle.
Weitere Infos auf aronboks.de
Caroline Ader
Theaterpädagogik & Vermittlung
Aufgewachsen im Suhl der Nachwendezeit, heute in Berlin. Theatermacherin und Theaterpädagogin, ausgebildet u. a. an der Universität der Künste Berlin. Seit Jahren entwickelt und leitet sie partizipative Formate — Spielclubs, Stückentwicklungen, Publikumsgespräche — u. a. am Theater Magdeburg, am Deutschen Theater Berlin und mit dem Kollektiv Nico and the Navigators. FREIHEIT:SIMSON ist ihr erstes Projekt in ihrer Heimatstadt.
Hannes Hartmann
Raumgestaltung & Bühnenbild
Bühnen- und Kostümbildner, geboren in Wien, ausgebildet am Mozarteum Salzburg. Ausstattungsleiter am Schauspiel Stuttgart (2009–2013), Szenenbild-Dozent an der DFFB Berlin, Mitgründer der Künstlerischen Intelligenz — er gibt dem Abend seinen Raum, mitten im Werk.
Weitere Informationen auf hanneshartmann.de
Anna Weidemann
Kostümbild
Kostüm- und Bühnenbildnerin aus Greifswald, ausgebildet an der Designakademie Rostock. Bis 2024 Kostümbildassistentin am Deutschen Theater Berlin, seither freischaffend — u. a. am Landestheater Tübingen. Ihr Anliegen: strukturell wie medial queerfeministisch zu arbeiten.
Weitere Informationen auf annaweidemann.de
Kristin Bock
Produktionskoordination
In Suhl zuhause — sie organisiert, vernetzt und bringt Menschen zusammen. Seit Jahren macht sie das in ihrer eigenen Stadt.
Mariano Eckert
Visuelle Kommunikation
Aufgewachsen im Harz, Designer mit einem Faible für Typografie — er gibt dem Projekt sein Gesicht.
Die Tickets
FREIHEIT:SIMSON ist ab dem 27. Juli 2026 im regulären Vorverkauf erhältlich — bequem online über diese Seite oder persönlich vor Ort in Suhl, im Fahrzeugmuseum Suhl. Wer schon vorher dabei sein will: Beim STS-Festival am 4. Juli 2026 gibt es exklusiv am Stand ein begrenztes Kontingent an Early-Bird-Tickets — nur dort, nur an diesem Tag.
Preise
Early-Bird (nur am 04.07.2026, nur am STS-Stand): 30 € · limitiert auf 200 Tickets · gültig für alle Vorstellungen außer der Premiere
Regulär (ab 27.07.2026, online & vor Ort in Suhl): 35 €
Ermäßigt: 15 € · für Schüler*innen, Auszubildende, Studierende, Erwerbslose/Grundsicherungsempfänger*innen sowie Menschen mit Schwerbehinderung ab GdB 50 (Begleitperson bei Merkzeichen „B" kostenfrei), gegen Vorlage eines gültigen Nachweises am Einlass. Ermäßigte Tickets stehen nur begrenzt zur Verfügung.
Wir gibt es Tickets?
Online hier oben über freiheitsimson.de (Cookies müssen aktiviert sein, sonst funktioniert der Shop nicht) oder persönlich vor Ort in Suhl während der regulären Öffnungszeiten. Genaue Verkaufsstelle wird vor Beginn des Vorverkaufs bekannt gegeben. Beide Wege führen zum selben Kontingent.
Telefonische Auskunft
Fragen zu Vorstellungen, Preisen oder Ermäßigungen beantworten wir gerne telefonisch unter 03681 4662998. Bitte beachten: Eine telefonische Reservierung oder das Zurücklegen von Tickets ist nicht möglich — Tickets werden ausschließlich über den Online-Verkauf oder den Vor-Ort-Kauf vergeben, jeweils nach Verfügbarkeit.
Abendkasse
Sofern noch verfügbar, gibt es Restkarten ca. eine Stunde vor Vorstellungsbeginn der Abendkasse direkt am Gewerbepark Simson. Zahlung dort nur per Karte möglich. Ermäßigte Tickets sind an der Abendkasse nicht erhältlich.
Der Veranstaltungsort
Das UX Gebäude
1856 gründeten die jüdischen Brüder Löb und Moses Simson in Suhl ein Werk, das Waffen, Fahrräder, Kinderwagen und Automobile baute. 1935 enteigneten die Nationalsozialisten die Familie und zerschlugen ihr Lebenswerk. Nach dem Krieg wurde der Betrieb verstaatlicht und zum VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann" — von seinen Bändern liefen die Fahrzeuge, die den Osten mobil machten: Schwalbe, Star, S51. In den 1980ern verließen bis zu 190.000 Kleinkrafträder im Jahr das Gelände, fast 3.500 Menschen arbeiteten hier.
Mittendrin: ein Gebäude, das intern nur „UX" hieß. Kein Fließband, sondern sogenannte Nestproduktion — kleine Teams von drei Menschen bauten an einer Spannvorrichtung jeden Motor komplett selbst zusammen, Teil für Teil, von Hand. Über hundert Motoren pro Schicht, und anders als am anonymen Band, wo fünfzig Menschen gemeinsam hafteten, war im Nest sofort klar, wer wofür verantwortlich war. Freundschaften entstanden hier, die bis heute halten. Und eine Pointe, die bis heute nachhallt: Wer die Motoren für die Mopeds baute, die tausenden jungen Menschen ihr erstes Gefühl von Freiheit gaben, durfte selbst nicht auf ihnen fahren — die fertigen Fahrzeuge auf dem Gelände wurden geputzt, geschraubt, geprüft. Gefahren werden durften sie erst, wenn sie das Werk verließen.
Dann kam die Wende — und ein langes Ende: Insolvenzen, Zwangsversteigerung, Leerstand. Heute ist das Areal Gewerbepark Simson: rund 15 Hektar, über 30 Gebäude, vieles denkmalgeschützt, der Boden noch in Sanierung. Zwischen Speditionen, Werkstätten und stillen Hallen hält sich die Spur von Jahrzehnten Arbeit.
Da gehen wir hinein. Kein Museum, keine klassische Bühne — ein Werksraum, in dem noch alles nachhallt: das Zweitakt-Knattern, die Schichten, die erste Ausfahrt. Für zehn Abende machen wir UX wieder zu einem Ort, an dem diese Geschichte laut wird — im Takt ihres Motors.

Für die Presse
Pressekontakt
Für Anfragen, Interviews und Akkreditierungen erreichen Sie uns unter 03681 4662999 oder per E-Mail an [presse@freiheitsimson.de]. Wir melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden zurück.
Über das Projekt (zur freien Verwendung/zum Zitieren)
FREIHEIT:SIMSON ist ein dokumentarisches Theaterprojekt der Künstlerischen Intelligenz® GbR über die Geschichte des Suhler Simson-Werks — von der Gründung 1856 durch die jüdischen Brüder Löb und Moses Simson über die Enteignung 1935 und die DDR-Produktion als VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann" bis in die Gegenwart. Grundlage sind über 100 Stunden Gespräche mit mehr als 140 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Premiere ist am 2. Oktober 2026 im UX-Gebäude auf dem ehemaligen Werksgelände in Suhl, dem heutigen Gewerbepark Simson — gespielt wird an zehn Terminen im Oktober.
Pressefotos
Presse- und Produktionsfotos in Druckauflösung stehen unten zum Download bereit. Alle bereitgestellten Motive sind rechtlich freigegeben. Die Urhaber sind genannt. Bitte nutzen Sie ausschließlich die hier bereitgestellten Bilder — für historisches Bildmaterial vom Werksgelände außerhalb dieser Auswahl kontaktieren Sie uns direkt.
Akkreditierung zur Premiere
Für die Premiere am 2. Oktober 2026 steht ein begrenztes Kontingent an Presseplätzen zur Verfügung. Akkreditierungsanfragen bitte bis zum 25.09.2026 an presse@freiheitsimson.de, mit Angabe von Medium und gewünschter Personenzahl.
Eckdaten auf einen Blick